IMG_5013Die Feuerwehr Wolfach führt auf jedem Fahrzeug Ausrüstung zur Ersten-Hilfe mit. Auf den meisten Großfahrzeugen und im Kommandowagen wird diese in Form eines Rettungsrucksacks mitgeführt. Im Vergleich zu den DIN-genormten Feuerwehrverbandskästen bieten diese durch ihre Ausführung als Rucksack ein besseres Handling, speziell in unwegsamem Gelände.

Im Zuge der Beschaffung des HLF 20 wurde der Rettungsrucksack um einen AED (Automatisierter Externer Defibrillator) ergänzt. Weiterhin sind unter anderen folgenden Materialien im Rucksack enthalten:

  • Diverses Verbandsmaterial laut DIN14142
  • Sam Splint (Schienen zum Fixieren von Extremitäten)
  • Beatmungsmasken- und Beutel
  • Absaugpumpe
  • Einmalhandschuhe
  • Stifnecks (Halskrause genannt), passend sowohl für Kinder wie auch Erwachsene

 

AED

IMG_5022Der AED (Automatisierter Externer Defibrillator) wurde von der Lifepak, Modell CR Plus gekauft.

Seit vielen Jahren werden Defibrillatoren zur Behandlung des plötzlichen Herzstillstands (Sudden Cardiac Arrest, SCA) eingesetzt, bislang jedoch nur von medizinisch ausgebildeten Helfern. Mittlerweile hat sich jedoch die Erkenntnis durchgesetzt, dass Defibrillatoren zur Lebensrettung unverzichtbar sind, sodass heute auch Personen, die bislang nur in der Herz-Lungen-Wiederbelebung (HLW) ausgebildet wurden, Defibrillatoren einsetzen können.

Nachdem die Elektroden an der Brust des Patienten angebracht worden sind, analysiert der Defibrillator den Herzrhythmus des Patienten. Erkennt der Defibrillator dabei einen defibrillierbaren Herzrhythmus, gibt er (bei vollautomatischen Ausführungen) entweder einen starken Stromimpuls (Schock) an den Herzmuskel ab oder (bei halbautomatischen Ausführungen) leitet den Helfer zur Abgabe des Schocks an. Der Defibrillator gibt die Schocks über die am Brustkorb des Patienten angebrachten Elektroden ab.

Die Abgabe eines solchen Stromimpulses (so genannter Schock) bezeichnet man als Defibrillation. Defibrillation ist eine anerkannte Methode zur Behandlung lebensbedrohlicher, zum plötzlichen Herztod führender Herzrhythmusstörungen (z. B. Kammerflimmern).

Jährlich wird im Rahmen der Probendienste eine Erste-Hilfe-Einheit durchgeführt, so dass jede Einsatzkraft im Notfall die erforderlichen Erstmaßnahmen durchführen kann.